Ein Gartenparadies voller Geschichten
Horst Stünkel und sein Lebenswerk
Wenn der Himmel grau ist, kann ein Garten dennoch strahlen. So erlebten wir es im Garten von Horst Stünkel, der mit über 90 Jahren noch bis vor kurzem sein blühendes Paradies eigenhändig weitergestaltet hat. Während die Sonne endlich durch die Baumwipfel bricht, sitzen wir auf der Terrasse, umgeben von prächtigen Dahlien, und lauschen den Geschichten des charmanten Gärtners. Trotz seiner heutigen körperlichen Einschränkungen zeigt Horst uns voller Stolz die liebevoll gestalteten Ecken seines rund 2 Hektar großen Grundstücks.![]()
Ein Ort der Begegnung und Freude
Stünkel’s Gartenparadies in Hude ist ein Ort der Entdeckungen. Überall blühen Pflanzen, alte Bäume stehen majestätisch und kunstvolle Mauern erzählen von der Geschichte des Gartens. Horst übernahm das Grundstück in den 70ern von seiner Familie und verwandelte es gemeinsam mit seiner Frau Hilde in ein blühendes Refugium. „Hier war immer viel los“, erzählt Tochter Andrea. Ob bei Musikveranstaltungen, privaten Feiern oder den beliebten Offenen Gärten – Horst war stets ein Unterhalter, der mit Humor und Charme die Besucherinnen und Besucher durch sein Lebenswerk führte.
Kreativität und Leidenschaft im Garten
Seine geliebte Frau Hilde ist leider im vergangenen Jahr verstorben. Die Liebe zu Pflanzen und kreativen Projekten prägte das Leben der beiden. Während Hilde die Blumen und Stauden pflegte, zog Horst seine Buchsbäume selbst und verwirklichte zahlreiche Ideen. „Man sieht überall, wie schaffensfreudig er war“, sagt Andrea. Horst erklärt, dass viele Materialien für seine Projekte von Freunden und Bekannten kamen, die ihm alte Dinge zum Verbauen brachten. So entstanden im Laufe der Jahre ein bunter Hühnerstall, eine kleine Kapelle und kunstvolle Mauern aus über 60 verschiedenen Steinen.
Bildergalerie
- Ein blühendes Paradies | Horst Stünkel und sein Lebenswerk – Galerie
Geduld und Natur im Einklang
„Ein Garten wächst mit den Jahren“, betont Andrea, während wir durch die verschiedenen Bereiche schlendern. Unterstützung erhielt das Paar stets von der Familie, die teilweise mit auf dem Grundstück lebt. Dabei bringt auch heute noch jeder seine Stärken mit ein. So hat Tochter Heide als gelernte Floristin in diesem Jahr für die von 30 Dahlien umsäumte Terrasse gesorgt. Neben liebevoll gestalteten Beeten gibt es auch Wildwuchs, den Andrea als „Beikraut“ bezeichnet. „Traue nicht dem Ort, an dem kein Unkraut wächst“, steht auf einem Schild am Eingang. Manchmal ist es wichtig, der Natur ihren Lauf zu lassen, um die Schönheit des Ungeplanten zu entdecken.
Einladende Türen für Gartenliebhaber
Horst Stünkel wird Ende des Jahres 92 Jahre alt. Trotz seiner körperlichen Einschränkungen wünscht er sich, dass die Menschen weiterhin seinen Garten besuchen. „Wir haben immer geöffnet und jeder ist herzlich willkommen, unser Gartenparadies zu entdecken“, sagt Andrea. Beseelt von den inspirierenden Gesprächen und Eindrücken verabschieden wir uns von Horst und seiner Familie, in der Hoffnung auf ein baldiges Wiedersehen im Grünen.
Von Janine Schulze
Hier findest du Stünkel’s Gartenparadies:
Stünkelweg 2 | 27798 Hude/Kirchkimmen
Weitere Informationen findest du hier!