Richtig gießen und mulchen
So bleibt dein Garten auch im Sommer in Topform
Mit cleverem Gießen und gezieltem Mulchen schützt du deinen Garten vor Trockenstress – und sparst dabei sogar Wasser und Arbeit.
Gießen mit Köpfchen: Wann, wie und wie viel?
Im Sommer ist Gießen Pflicht – aber bitte nicht wahllos. Gießt du täglich ein bisschen, erziehst du deine Pflanzen zu Flachwurzlern. Besser: selten, aber durchdringend. So wird das Wurzelwerk dazu angeregt, in tiefere Erdschichten vorzudringen, wo es dauerhaft an Wasser kommt.
Diese Gießregeln helfen dir durch den Sommer:
Früh oder spät: Gieße früh morgens oder abends, damit möglichst wenig Wasser verdunstet.
Nicht über die Blätter: Gieße zielgerichtet an den Wurzelbereich, denn Blätterguss fördert Pilzkrankheiten.
Weniger, aber gründlich: Lieber alle zwei bis drei Tage durchdringend wässern als täglich ein bisschen.
Boden prüfen: Erst gießen, wenn der Boden trocken ist – Fingerprobe genügt.
Warum Mulchen jetzt besonders wichtig ist
Hast du einmal gemulcht, brauchst du deutlich weniger zu gießen. Eine Mulchschicht reduziert die Verdunstung, schützt die Erde vor Überhitzung und hält den Boden länger feucht. Ein weiterer Vorteil ist, dass sie auch Unkraut unterdrückt, was dir grade in der Hochsaison Arbeit erspart.
Welcher Mulch passt zu welchen Pflanzen?
Nicht jedes Material eignet sich für jede Gartenfläche. Entscheidend sind Standort, Pflanztyp und Nährstoffbedarf. Hier ein Überblick für die richtige Wahl:
- Rindenmulch: Ideal für Ziergehölze und Stauden – verwende am besten Mulch aus Kiefer oder Douglasie.
- Rasenschnitt: Nährstoffreich, perfekt fürs Gemüsebeet – die Schicht darf nicht zu dick sein.
- Stroh: Optimal für Erdbeeren – hält Früchte sauber und trocken.
- Kompost: Universell einsetzbar – nährt Boden und Pflanzen gleichermaßen.
- Laub: Im Herbst eine gute Schutzschicht – nur gesundes Laub verwenden.
- Holzhäcksel: Robust und dekorativ – als Alternative zu Rindenmulch universell einsetzbar.
Mulchen: So geht’s richtig
Damit Mulchen auch wirklich nützt, solltest du ein paar Grundregeln beachten:
- Unkrautfrei starten: Entferne vor dem Mulchen alles Unkraut gründlich.
- Boden lockern: Das funktioniert gut mit einer Hacke oder Grabegabel. So können Wasser und Luft besser eindringen.
- Nicht zu dick auftragen: 5–7 cm reichen – bei Rasenschnitt und Laub eher dünner.
- Abstand halten: Rund um den Stängel oder Stamm frei lassen – sonst droht Fäulnis.
- Zusätzlich düngen: Besonders bei stickstoffzehrendem Mulch wie Rinde oder Holz.
Das Mulch-Gieß-Duo für heiße Tage
Kombinierst du richtiges Gießen mit cleverem Mulchen, sparst du Zeit, Wasser und Mühe. Deine Pflanzen danken es dir mit gesundem Wachstum und reicher Blüte – selbst bei Sommerhitze.
Von Janine Schulze