Warum du diesen Frühling ein Hochbeet brauchst

Bald kann es wieder losgehen mit dem Aussäen und Bepflanzen im Garten, auf dem Balkon und auf der Terrasse. Auch mein Hochbeet, das Herzstück meines Gemüsegartens, wird in diesem Jahr wieder bepflanzt. Tatsächlich begann mit diesem praktischen Beet meine Leidenschaft zum Gemüseanbau. Ein Hochbeet ist sehr viel mehr als nur ein Trend: Der erhöhte Pflanzkasten schafft auf minimaler Fläche optimale Bedingungen für Gemüse, Kräuter und Blumen.

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Die Entscheidung zum Hochbeet

Im vergangenen Winter beschloss ich mich dem Gemüseanbau zu widmen. Dass es in meinem Gemüsegarten auch ein Hochbeet geben sollte, war direkt klar – allein schon aus gestalterischer Sicht. Schnell stand der Plan, Holz war gekauft und Platz im Garten geschaffen. An einem milden Tag im Februar baute ich das Hochbeet zusammen. Im nächsten Schritt stellte ich einen Staketenzaun um mein Hochbeet herum auf, bereitete weitere Beete am Boden vor und verteilte Holzhackschnitzel als Bodenbelag – fertig war meine kleine Gemüsegarten-Ecke.

Möchtest du auch dein eigenes Hochbeet bauen? Dann findest du hier meine DIY-Anleitung inklusive Tipps zur Füllung:

DIY-Hochbeet

Freude bei Aussaat und Ernte

Anfang April war es dann so weit: Die erste Aussaat in meinem Hochbeet stand an. An einem trockenen Vormittag säte ich entspannt im Stehen Asiasalat, Radieschen und Rucola in mein Hochbeet. Die Vorfreude war riesig und schon bald zeigten sich die ersten zarten Pflänzchen. Nach wenigen Wochen waren die ersten Radieschen bereit zur Ernte und ich wurde von großen Knollen überrascht, die auch noch unglaublich lecker schmeckten.

Bald zeigte auch der Asiasalat seine riesigen Blätter und die Rucola-Pflanzen erreichten mit der Zeit eine stattliche Höhe. Ich bin bis heute beeindruckt, wie gut die Aussaat im Hochbeet funktioniert hat und wie schnell ich ernten konnte. Die Bedingungen sind einfach ideal, da die Sonne das erhöhte Beet schnell erwärmt und die natürliche Rotte der Füllung für ausreichend Düngung sorgt. Radieschen säte ich regelmäßig nach, um immer wieder ernten zu können. Im Mai kamen auch noch Salat- und Gurkenpflanzen hinzu. Letztere rankten im Laufe des Sommers hübsch an den Wänden des Hochbeets hinab. Der Pflanzkasten bietet in jedem Fall ausreichend Platz zum Experimentieren mit diversen Pflanzen. 

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Meine Erfahrung mit Schnecken

Ein weiterer Vorteil eines Hochbeets: Es soll Schutz vor Schädlingen bieten. Wühlmäuse haben hier absolut keine Chance, sofern man das Hochbeet auf einem entsprechenden Drahtgeflecht platziert hat. Was Schnecken angeht, kann ich sagen, dass sie deutlich später ihren Weg in mein Hochbeet fanden als in die ebenerdigen Beete. Einen sicheren Schutz vor Schnecken bieten die hohen Wände des Hochbeets demnach also nicht, aber zumindest machen sie ihnen das Leben deutlich schwerer.

Gute Gründe für ein Hochbeet

Bist du schon überzeugt vom Hochbeet? Hier findest du noch einmal alle Vorteile auf einen Blick:

  1. Rückenschonendes Gärtnern: Nie wieder bücken oder auf den Knien jäten – das Hochbeet bringt dir die Pflanzen auf eine angenehme Arbeitshöhe.

  2. Verlängerte Erntezeit: Dank der schichtweisen Befüllung entsteht im Inneren Wärme. Das fördert das Pflanzenwachstum und verlängert die Saison.

  3. Schutz vor Schädlingen: Schnecken & Co. haben es schwer, ihre Lieblingspflanzen zu erreichen. Die hohen Wände des Hochbeets dienen als natürliche Barriere.

  4. Besseres Wachstum: Die Nährstoffschichten sorgen für lockere, gut durchlüftete Erde – Pflanzen gedeihen kräftiger und liefern mehr Ertrag.

  5. Nachhaltigkeit: Du kannst Gartenabfälle sinnvoll verwerten, die Erde nachfüllen und so ein langlebiges Ökosystem schaffen.

  6. Gestaltungselement: Egal ob aus Holz, Stein, alten Paletten oder Ziegeln – richtig platziert kannst du dein Hochbeet in Szene setzen und Garten, Balkon oder Terrasse verschönern.

  7. Vielfalt: Dein Hochbeet eignet sich nicht nur für den Gemüseanbau, sondern bietet auch Raum für Kräuter oder Blumen.

Von Janine Schulze