Gemüseanbau auf dem Balkon leicht gemacht
Der Frühling ist da – und dein Balkon kann jetzt zum Selbstversorger-Paradies werden. Gemüseanbau auf dem Balkon funktioniert erstaunlich einfach, wenn Standort, Gefäße und Sorten stimmen.
Der richtige Standort entscheidet
Gemüse braucht Licht. Ideal ist ein sonniger Südbalkon, aber auch ein West- oder Ostbalkon eignet sich für viele Kulturen. Wichtig sind mehrere Stunden Sonne täglich – besonders Fruchtgemüse wie Tomaten oder Paprika danken dir einen hellen, warmen Platz mit reicher Ernte.
Diese Gemüsesorten eignen sich für den Balkon
Nicht jedes Gemüse fühlt sich im Topf wohl. Bewährt haben sich kompakt wachsende oder schnell reifende Arten.
Besonders geeignet sind:
Buschtomaten und Balkontomaten
Paprika und Chili
Radieschen
Pflück- und Blattsalate
Kräuter wie Basilikum oder Schnittlauch
Mangold
Kohlrabi
Mini-Gurken
Auch Zucchini gibt es in kompakten Sorten für größere Kübel. Achte beim Kauf gezielt auf kleinbleibende oder ausdrücklich für den Balkon empfohlene Varianten.

Gefäße und Erde: Darauf kommt es an
Gemüse braucht ausreichend Wurzelraum. Je größer das Gefäß, desto besser können sich die Pflanzen entwickeln. Wichtig sind Abzugslöcher im Boden, damit überschüssiges Wasser abfließen kann. Eine Drainageschicht verhindert Staunässe.
Verwende hochwertige, möglichst torffreie Gemüseerde mit guter Nährstoffversorgung. Da Nährstoffe im Topf schneller verbraucht sind als im Beet, solltest du regelmäßig nachdüngen.
Gießen nicht vergessen
Auf dem Balkon trocknet Erde schneller aus als im Gartenboden. Gerade im Sommer musst du Tomaten & Co. häufig wässern – idealerweise morgens oder abends. Die Erde sollte gleichmäßig feucht sein, aber nie dauerhaft nass.
Hochbeet oder einzelne Kübel?
Neben klassischen Töpfen bieten sich Balkon-Hochbeete oder Pflanzkästen an. Sie ermöglichen gemeinsames Pflanzen mehrerer Kulturen und erleichtern die Pflege. Achte dabei immer auf Tragfähigkeit und Platzverhältnisse deines Balkons.
Von Janine Schulze
