Natur des Jahres 2026

Entdecke die diesjährigen Botschafter für Artenvielfalt und naturnahes Gärtnern

Vogel des Jahres: Das Rebhuhn

Das Rebhuhn (Perdix perdix) wurde vom NABU zum Vogel des Jahres 2026 gewählt und steht stellvertretend für unsere Feldflur, die in den letzten Jahrzehnten dramatisch verloren ging. Früher überall zwischen Hecken und Feldern zu hören, ist sein rauer Ruf heute seltener – der Grund sind intensive Landwirtschaft und Pestizide, die Lebensraum und Futterquellen dezimieren. Mit der Auszeichnung rückt der NABU diese unscheinbare, bodenbewohnende Art in den Fokus für Naturschützer und Gartenfans.

rebhuhn-wiese-klee-vogel-c Kev-Pixabay

Insekt des Jahres: Der Warzenbeißer

Die stattliche Heuschrecke Warzenbeißer ist das Insekt des Jahres 2026. Sie liebt halbtrockene Wiesen und steht symbolisch für den Rückgang der Insektenvielfalt in unseren Landschaften.
Mit ihrem charakteristischen Körperbau und den langen Fühlern ist sie ein eindrucksvolles Beispiel für spezialisierte Arten, die aufgrund von Lebensraumverlust zunehmend bedroht sind.

warzenbeisser-insekt-heuschrecke-hand-c Dagmar-Pixabay

Schmetterling des Jahres: Dunkler Wiesenknopf-Ameisenbläuling

Der Dunkle Wiesenknopf-Ameisenbläuling ist als Schmetterling des Jahres 2026 ausgezeichnet worden. Sein Leben ist ein faszinierendes Beispiel für komplexe ökologische Beziehungen: Die Larven werden von speziellen Ameisen in ihre Nester getragen, ernähren sich dort und verpuppen sich zum Falter. Ohne den Großen Wiesenknopf als Futterpflanze und die Knotenameise als „Partner“ kann diese Art nicht existieren.

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Baum des Jahres: Zitterpappel

Die Zitterpappel (Populus tremula) wurde zum Baum des Jahres 2026 gekürt – ein Pionierbaum, der neue Flächen schnell besiedelt und geschädigte Wälder regeneriert. Ihr Name stammt von den seitlich abgeflachten Blattstielen, die schon bei leichtem Wind „zittern“. Dieser Baum ist ein Lebensraum für viele Insekten und Vögel und hilft durch seine Fähigkeit, sich über Wurzelausläufer zu vermehren, nach Stürmen oder Feuer bei der Wiederbewaldung.

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Die Jahreswesen für mehr Artenvielfalt

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Wildbiene des Jahres: Glockenblumen-Schmalbiene

Die winzige Glockenblumen-Schmalbiene (Lasioglossum costulatum) steht für viele heimische Wildbienen, die dringend Unterstützung brauchen. Mit nur rund 1 cm Länge sammelt sie Pollen fast ausschließlich an Glockenblumen und zeigt, wie eng manche Arten an einzelne Pflanzen gebunden sind. Auch im eigenen Garten kannst du mit geeigneten Blühpflanzen helfen.

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Staude des Jahres: Schönaster

Die Schönaster (Kalimeris) überzeugt als Staude des Jahres 2026 mit ihren hübschen Sternblüten. Sie blüht lange, ist robust und ein Magnet für Bienen & Schmetterlinge. Auch wenn sie nicht heimisch ist, zeigt diese Auszeichnung, wie vielfältig Stauden das Gartenjahr bereichern können.

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Blume des Jahres: Feldrittersporn

Der Feldrittersporn (Consolida regalis) ist die Blume des Jahres 2026 – eine zarte, blau-violette Wildpflanze, die früher an Ackerrändern und Böschungen häufig war, heute aber selten ist. Mit seiner markanten Blütenform bietet er Insekten wie Wildbienen und Schmetterlingen Nektar. Seine Auszeichnung soll auf den Verlust naturnaher Lebensräume durch moderne Landwirtschaft aufmerksam machen.

gewöhnlicher-natternkopf-wildblume-wiese-c Hans-Pixabay

Wildpflanze des Jahres: Gewöhnlicher Natternkopf

Der Gewöhnliche Natternkopf (Echium vulgare) wurde zur Wildpflanze des Jahres 2026 gewählt, um auf die Wichtigkeit mancher Pflanzen für pflanzenfressende Insektenarten hinzuweisen. So ist der gefährdete Blauglänzende Natternkopf-Erdfloh genau auf diese Wildpflanze spezialisiert und nutzt sie als Nahrungsquelle. Die heimische Art lockt mit ihren blauen Blüten auch andere Insekten an und symbolisiert die Bedeutung strukturreicher Wiesen und Wegränder für die Artenvielfalt.

Eine Übersicht aller ausgezeichneten Pflanzen und Tiere findest du hier:

Natur des Jahres 2026